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Tennet favorisiert Strom-Korridor C – und der Widerstand wächst

Skizze: Tennet

 

Wie kommt die Windenergie in Zukunft von der Küste in den Süden? Lange wurde diskutiert, wo die Starkstromleitung (380 Kilovolt) an bis zu 60 Meter hohen Masten langlaufen soll.  Jetzt hat Übertragungsnetzbetreiber Tennet seinen Favoriten gekürt: die „Vorzugsvariante C”. Die Stadt Cloppenburg und die Gemeinden Cappeln und Garrel sind stark betroffen. Cappelns Bürgermeister Markus Brinkemann spricht von einem „Scheindialog”.

tka Kreis Cloppenburg. Der geplante Korridor (vier standen zur Auswahl) orientiert sich an der schon bestehenden 220-Kv-Leitung zwischen Conneforde und Cloppenburg. Er stelle die kürzeste Trassenführung dar und habe am besten abgeschnitten, schreibt Tennet in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen spricht von einem „Meilenstein in der Planung”. Die Entscheidung teilte das Unternehmen am Donnerstag in der Stadthalle Cloppenburg Vertretern von Landkreisen, Gemeinden und Bürgerinitiativen sowie Landtags- und Bundestagsabgeordnete aus der Region mit.

Der vorgeschlagene Leitungs-Korridor berührt demnach einen kleinen Teil des Landkreises Friesland und führt dann auf einer Länge von 71,6 Kilometern durch die Kreise Ammerland, Oldenburg und Cloppenburg (siehe auch Skizze). Konkret würde die Trasse unter anderem durch Nikolausdorf, Beverbruch, Kellerhöhe, Bethen, Emstekerfeld, Lankum und Sevelten in Richtung Süden verlaufen. Errichtet werden soll die Trasse  größtenteils als Freilandleitung. Beim Küstenkanal prüft Tennet aber einen rund zehn Kilometer langen Erdkabelabschnitt – den viele Anrainer sich für die gesamte Strecke wünschen. 

Am Küstenkanal sind 10 km Erdkabel geplant

Für den Bau der beiden Umspannwerke im Raum Cloppenburg sieht Tennet eine Kombination der „Standortsuchräume” Nutteln (Gemeinde Cappeln) und Nikolausdorf (Gemeinde Garrel; bzw. in den angrenzenden Gemeinden Großenkneten und Wardenburg) als sinnvollste Variante an. Ebenfalls geeignet, so Tennet, wären Umspannwerke in Nutteln und im Bereich des Flugplatzes Varrelbusch oder in Nutteln und auf dem Gelände des bestehenden Umspannwerks Cloppenburg/Ost in Bethen. In diesem Fall käme auch hier ein zusätzlicher, 1,5 Kilometer langer Erdkabelteilabschnitt in Frage. 

Die vollständigen Unterlagen für den Leitungsabschnitt will Tennet noch im Juni beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems einreichen. 

Im Anschluss daran liegen die Unterlagen in den Städten und Gemeinden entlang der Trasse aus. Träger öffentlicher Belange wie Landkreise, Fachbehörden oder Verbände als auch Bürger können dann zu der Planung Stellung nehmen. Kurz vor den Sommerferien sollen zudem drei „Informationsmärkte” für die Bürger entlang der Trasse stattfinden. Termine dafür hat Tennet noch nicht mitgeteilt.

„Die Zerschneidung des Cappelner Gemeindegebietes durch die Vorzugsvariante C stimmt mich nicht glücklich”, so Marcus Brinkmann, Bürgermeister der Gemeinde Cappeln. Die Art und Weise der Ermittlung der Vorzugsvariante und des Standortes Nutteln für das Umspannwerk seien intransparent und nicht nachvollziehbar, kritisiert Brinkmann. Er spricht von einem „Scheindialog“ der Tennet. „Viele unserer Stellungnahmen blieben unberücksichtigt und viele Fragen unbeantwortet. Wir werden die Unterlagen detailliert rechtlich prüfen und im weiteren Verfahren umfassend die gesamten Widersprüche und besseren Alternativen benennen”, kündigt Brinkmann an. Das Amt für regionale Landesentwicklung sei dann in der Pflicht, eine bessere und insbesondere rechtmäßige Planung von der Tennet einzufordern.

In die selbe Kerbe schlägt auch die Stadt Cloppenburg, die sich in ihrer städtbaulichen Entwicklung beschnitten sieht: „Tennet favorisiert einen Trassenverlauf in unmittelbarer Nähe von Siedlungen, offensichtlich aus rein wirtschaftlichen Gründen. Der Schutz des Menschen und seines Wohnumfeldes scheint im Rahmen der Abwägung weniger Wert zu sein als andere Umweltbelange”, schreibt die Stadt in einer aktuellen Pressemitteilung. Tennet habe sich beim „Dialogforum” auf viele konkrete Nachfragen nicht äußern wollen. Zum Beispiel in welcher Form das Stadtgebiet von Norden nach Süden zwischen den Ortsbereichen Emstekerfeld und Westeremstek gequert werden soll, um die  380 kV-Höchstspannungsfreileitung zwischen Sternbusch und Sevelten zum geplanten Umspannwerk in Nutteln zu führen. 

„Eine enttäuschende Vorstellung”

Auch war der Tennet keine Stellungnahme zu entlocken, wie sie mit rechtswirksamen städtebaulichen Planungen der Anrainergemeinden Cloppenburg und Emstek mit ihren großflächigen Gewerbe- und Industriegebieten sowie den Wohnsiedlungen Emstekerfelds und damit noch vorhandenen und notwendigen gemeindlichen Entwicklungsfreiräumen umgehen will. „Alles in allem wieder einmal eine enttäuschende Vorstellung des Netzübertragungsbetreibers", urteilt die Stadt. Sie wolle im Rahmen des anstehenden Raumordnungsverfahren weiterhin nachdrücklich ihre Interessenlagen und die ihrer Bürger vertreten und hofft auf Einsicht der Raumordnungsbehörde.

Auch anderswo wächst der Widerstand weiter: Die Bürgerinititative „380 kV – wir wehren uns” aus Thüle, Petersfeld, Peterswald, Falkenberg, Varrelbusch, Resthausen, Stalförden und Ambühren lädt am Mittwoch, 14. Juni, zu einer Infoveranstaltung bei Buschermöhle (Falkenberg) ein. Beginn ist um 19.30 Uhr.

 


Artikel vom 14.06.2017





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