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Harten Punch trainieren für das Profi-Debüt

Kambis Rahmani bereitet sich mit einem strammen Programm auf den Kampf am 18. November vor. Foto: privat 

 

Von Gaby Westerkamp

 

Cloppenburg. „Du musst mehr pendeln! Und hart schlagen, richtig hart!” Diese Tipps gab ihm Deutschlands Box-Legende Jürgen Blin, als der 74-jährige mal wieder im renommierten IB Boxing Gym in Hamburg vorbeischaute. Hier trainiert Kambis Rahmani jetzt und lässt sich von Coach Nasser Chahrour schleifen –  Intensiv-Phase in der Vorbereitung für seinen ersten Profikampf: Am 18. November, steigt der 31-jährige Cloppenburger im Rahmen eines „Fritz-Sdunek-Memorials” in Neustadt-Glewe in den Ring. 

Wer ihm da gegenübersteht, ist noch offen „und eigentlich auch ganz egal”, sagt Kambis: „Ich konzentriere mich ganz auf mich selbst, arbeite vor allem an Ausdauer und Schlagkraft.” Die technischen Finessen des Boxens „habe ich drauf”, ist der Cloppenburger sicher – dank der langjährigen Amateurschule bei Wladimir Sterlikov im Verein Freizeit & Sport Cloppenburg. Für den FuS absolvierte der Athlet, der als 14-Jähriger anfing, insgesamt über 50 Kämpfe, von der Jugend bis rauf zur Eliteklasse. Zahlreiche Medaillen und Pokale daheim zeugen von seinen Erfolgen, allem voran der Niedersachsen-Meistertitel 2007 in der A-Klasse. 

Damals Halbschwergewicht, heute Cruiser

Damals noch im Halbschwergewicht, heute tritt er als Cruiser an in der Klasse bis 91 kg. Schon im Vorfeld des Kampftermins achtet er darauf, dieses Limit annähernd einzuhalten,  um kräftezehrendes „Abkochen” im Endspurt zu vermeiden. Wie einen das in der dritten Runde aus den Socken hauen kann, hat er selbst schon erlebt bei einem Meisterschafts-Halbfinale in Hannover, als er nach furiosen Attacken zu Beginn plötzlich Schnappatmung kriegte: „Nicht nochmal!” 

Auch diese Wettkampferfahrungen nimmt er nun mit ins Profilager, das den Cloppenburger eigentlich nur durch Zufall entdeckt hat. Eigentlich betrieb Rahmani den Boxsport und zwischenzeitlich auch mal Mixed Martial Arts nur noch, um sich ein wenig fit zu halten. Vorrang hatten das Studium und der Job. Inzwischen ist der studierte Sozial- und Erziehungswissenschaftler als Sozialarbeiter in Vollzeit bei der BBS Technik in Cloppenburg im Einsatz. Nebenbei „baut” er über die Abendschule seinen Master in Sozialarbeit und ein Mal pro Woche trainiert er eine Nachwuchs-Boxriege im Quakenbrücker Jugendzentrum. Damit ist der 31-Jährige wohl mehr als ausgelastet.

Kambis sprang ein

So kam er eigentlich nur als Gast mit nach Hamburg, begleitete seinen FuS-Kameraden Edi Kadrija, der ebenfalls immer wieder gern im ICB-Gym trainiert. Als die Beiden im Frühjahr dort ankamen, suchte Nasser Chahrour gerade händeringend einen Ersatz für einen krankheitsbedingt ausgefallenen Sparrings-Partner im Cruisergewicht. Edi war als Halbschwergewichtler zu leicht, aber Rahmani: Das passte. Kambis sprang spontan ein – und wusste den wählerischen Coach auf Anhieb so zu überzeugen, dass der ihm vorschlug, bei ihm professionell zu trainieren und selbst einmal einen Profi-Kampf zu wagen.

In Eigenregie vorbereitet

Kambis' brennender Ehrgeiz aus früheren Ringzeiten war sofort wieder geweckt. Nach kurzer Überlegung stürzte er sich mit Feuereifer in das Abenteuer Profilager. Nicht als Berufsboxer, der bei einem festen Promoter unter Vertrag steht. Sondern als praktisch freiberuflicher Athlet, der von Trainern und Veranstaltern für Sparrings und Kämpfe gebucht werden kann. Monatelang hat er sich zu Hause in Eigenregie vorbereitet, mit Laufen, Seilspringen, Muskelaufbau, Schattenboxen, am Sandsack und in Sparring-Sessions, zwei bis drei Einheiten täglich. Ab kommenden Mittwoch holt er sich jetzt bei Chahrour in Hamburg den Feinschliff für sein Debüt am 18. November. Läuft es da rund, sollen vielleicht noch weitere zwei oder drei Fights folgen. Und vielleicht – „davon träume ich” – reicht es ja sogar für einen Titelkampf, national oder Interconti vielleicht. Da schreiben mehrere Verbände Prädikate aus, um die man sich bewerben kann.  Und das dann in Cloppenburg: „Das wär's!”  

Aber bis dahin muss er sich erst mal bei Nasser in Hamburg unter die Pratzen stellen und ein strammes Programm auf Profi-Niveau meistern. Das wird hart genug, der Coach hat nicht den Ruf, zaghaft zu sein. Ebenso wie Veteran Jürgen Blin,  dessen Tipps Kambis gern annimmt. Schließlich war er seinerzeit der einzige deutsche Boxer, der je gegen den legendären Muhammad Ali kämpfte. 1971 war das. Gewonnen hat er damals nicht. Wurde aber 1972 Europameister. Auf so einen kann man schon mal hören...


Artikel vom 27.10.2017





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