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„Wir sind Lebensbegleiter bis zum letzten Atemzug”

Hildegard Meyer und Jutta Schultejans (v.l.) organisieren für den Hospizdienst die Einsätze der ehrenamtlichen Helfer und stehen ihnen beratend zur Seite. Foto: west

 

west Cloppenburg. „Hier geht es nicht nur um Traurigsein”, betonen Hildegard Meyer und Jutta Schultejans: „Wir sind Lebensbegleiter”. Denn das ist das Motto des ehrenamtlichen Hospizdienstes für den Landkreis Cloppenburg, betonen die beiden Koordinatorinnen: Nicht dem Leben mehr Stunden, sondern den letzten Stunden mehr Leben geben.  Aktuell sucht der Verein dringend nach neuen ehrenamtlichen Helfern, die sich in der Begleitung sterbenskranker Menschen und ihrer Familien engagieren wollen. Aber was bedeutet es eigentlich, so eine Aufgabe zu übernehmen? Und wie genau sieht diese Aufgabe aus? Wir haben nachgefragt.

Interesse an der ehrenamtlichen Hospizarbeit gibt es durchaus – aber oft verbunden mit Unsicherheiten und Befürchtungen. Wie oft bin ich dran? Was genau muss ich machen? Zu was bin ich verpflichtet? Wie weit muss ich fahren?  „Alles in persönlicher Absprache, jeder so, wie er es kann und will”, erklärt Hildegard Meyer. In der Regel hat jeder Begleiter aktuell immer nur einen Fall, um den er sich kümmert. Und zwischen den Einsätzen darf man sich auch gern eine Auszeit nehmen, um Abstand zu gewinnen und selbst wieder aufzutanken.

Kernaufgabe des Hospizdienstes ist die Begleitung von Schwersterkrankten und sterbenden Menschen. Die Helfer nehmen sich Zeit für sie, sitzen am Bett, halten vielleicht die Hand, trösten, lesen vor oder beten mit ihnen, sind da für Gespräche über Ängste, Sorgen und Tod. So wie es der Betroffene möchte. Manchmal kann man noch letzte Wünsche erfüllen. Noch einmal Kaffee trinken in der Stadt, vielleicht einen Lieblingsort in der Nähe besuchen. Eben alles, was der Seele dieses Menschen gut tut. Das kann kann kurz sein, vielleicht nur ein einziger Besuch. Es kann aber auch über einen längeren Zeitraum gehen, dann vielleicht ein oder zwei Mal in der Woche für eine gute Stunde. In der letzten Lebensphase wird es meistens intensiver. Aber Vorgaben gibt es nicht. Jeder ehrenamtliche Helfer gibt das, was er geben kann. Und jedes freiwillige Geschenk an Zeit und Zuwendung ist wertvoll.

Helfer treffen sich zum Austausch

Alle Ehrenamtlichen werden darauf intensiv vorbereitet. Zunächst in einem persönlichen Gespräch mit einer der Koordinatorinnen. Hier kann man grundsätzlich ausloten, ob und in welcher Art ein Engagement in Frage kommt. Wer mitmachen möchte, absolviert einen Hospiz-Kursus, der mit 110 Stunden über ein Dreivierteljahr läuft, inklusive zweier Wochenend-Seminare. Diese Schulung wird gefördert, der Teilnehmer übernimmt nur den Eigenanteil von 260 Euro. Die Teilnahme ist unverbindlich und verpflichtet nicht zu späteren Einsätzen.

Wer dabei bleibt, wird nicht allein gelassen. „Beim ersten Mal gehen wir als Unterstützung mit”, betont Hildegard Meyer. Und auch später „stehen wir unseren Ehrenamtlichen bei Fragen oder Problemen immer zur Seite”, stellt Jutta Schultejans klar.  Die beiden Koordinatorinnen sind selbst ausgebildete und erfahrene Begleiterinnen. Zudem gibt es regelmäßige Treffen zum Austausch und alle zwei Monate lädt eine Psychologin zur Supervision ein.

Auch für Trauernde bietet der Hospizdienst eine Begleitung an. Um Gesprächskreise kompetent und einfühlsam zu moderieren oder Einzelgespräche führen zu können, nehmen die geschulten Hospiz-Helfer an einer speziellen Fortbildung mit sechs Wochenend-Seminaren teil. Auch hier ist eine Förderung durch den Hospizverein möglich.

Ein weiterer Bereich ist „Harlekin”, eine Begleitung zur Unterstützung von Familien mit unheilbar kranken Kindern. Dabei steht nicht nur das kranke Kind im Mittelpunkt, sondern auch die Eltern und vor allem die Geschwisterkinder. Gespräche, gemeinsames Spielen, aber auch Unternehmungen helfen allen, als Familie stark zu bleiben und den Zusammenhalt zu bewahren. Die Betreuung – hier immer zu zweit – kann hier über Jahre gehen. Meist besuchen die Ehrenamtlichen, die in einem Aufbaukursus für die Kinderhospizarbeit geschult werden, die Familien ein Mal in der Woche, je nach individueller Absprache.

Bleibt die Frage: Was haben die ehrenamtlichen Helfer eigentlich davon? Aus eigener Erfahrung wissen die beiden Koordinatorinnen, wie viel man „für sich selbst mitnimmt”. Man spüre die große Dankbarkeit und wie wichtig die Begleitung für die Menschen sei, sagt Jutta Schultejans: „Der Einsatz ist sinnvoll und das macht zufrieden und stark.” Die Begegnungen seien emotional sehr intensiv und „man erfährt dabei auch viel über sich selbst”, so Hildegard Meyer. Wer das für sich entdeckt habe, bleibe meist über Jahre dabei.

• Weitere Informationen finden Interessierte online unter www.hospizdienst-clp.de.


Artikel vom 02.03.2018





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