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Nach langer „Karriere” Hilfe zurück ins Leben

Krankenhaus-Geschäftsführer Lutz Birkemeyer und GPZ-Leiter Clemens Rottinghaus (v.l.) vor den Räumen für kreative und handwerkliche Beschäftigungsangebote in Cloppenburg. Foto: west

 

Von Gaby Westerkamp

Cloppenburg. Psychisch kranken Menschen helfen, zu einem möglichst selbstbestimmten Alltag und persönlichem Lebenswert zurück zu finden: Dieser Aufgabe stellt sich seit mehr als 20 Jahren das Gemeindepsychiatrische Zentrum des Cloppenburger St. Josefs-Hospitals. Eine Einrichtung, die bei ihrer Gründung 1996 Modellcharakter hatte und bis heute rar geblieben ist. Denn „es gibt für den steigenden Bedarf landesweit viel zu wenig vergleichbare Angebote, insbesondere für den geschlossenen Bereich”, erklärte Clemens Rottinghaus, Leiter des GPZ seit 2000, am Donnerstag im Pressegespräch.

Sogar aus Bayern kämen Anfragen. Berücksichtigt werden können aber längst nicht alle, auch wenn der sozial-psychiatrische Dienst des Kreisgesundheitsamtes, der die Anträge prüft, einen Bedarf sehen würde. Derzeit werden 180 bis 200 Betroffene betreut, damit sind die aktuellen Kapazitäten ausgereizt.

Auf Initiative des damaligen Dechanten von St. Andreas, Alfons Kühling, war im September 1996 eine erste Tagesstätte mit 15 Plätzen an der Soestenstraße eröffnet worden. Kurz danach folgte das erste Wohnheim für 30 Gäste gleich nebenan. Ein Jahr später kam der Niels-Stensen-Hof in Timmerlage dazu, der bis zum Verkauf des Anwesens 2014 Beschäftigungsangebote im Bereich Landwirtschaft und Gartenbau bot. Im Frühjahr 1998 entstand dann der Wohnheim-Neubau an der Soestenstraße. 29 Zimmer stehen hier zur Verfügung, bei Bedarf mit geschlossener Unterbringungsmöglichkeit für psychisch Behinderte mit erhöhter Eigengefährdung. Patienten, die auch für andere eine Gefahr darstellen könnten, werden im GPZ grundsätzlich nicht aufgenommen.

Die Menschen, die hierher kommen, leiden an verschiedensten psychischen Erkrankungen und gelten nach meist langjähriger „Karriere” mit zahlreichen fachärztlichen Behandlungen und Klinikaufenthalten als austherapiert. Im GPZ helfen ihnen rund 40 Mitarbeiter – meist Sozialpädagogen, Heilerziehungspfleger, Ergotherapeuten u.a. Fachkräfte – in geschütztem Rahmen ihren Tagesablauf zu strukturieren und zunehmend Selbstständigkeit zurück zu erlangen. Ein langwieriger Prozess, aber pro Jahr schaffen es aus jedem Wohnheim vier oder fünf Erkrankte, in eine Außenwohngruppe zu wechseln und später mit ambulanter Betreuung nach Hause zurück zu kehren bzw. in eine eigene Wohnung zu ziehen.

Neue Wohngruppe ist schon in Planung

Finanziert wird diese Eingliederungshilfe vom Land Niedersachsen, für die Betroffenen sind alle Angebote kostenfrei, erklärte Lutz Birkemeyer, Geschäftsführer des St. Josefs-Hospitals. Jeder Patient werde in Absprache mit den sozial-psychiatrischen Diensten der Landkreise einer der drei Hilfsbedarfsgruppen zugeordnet, für die jeweils Pauschalen mit dem Land abgerechnet werden, erklärte Birkemeyer. Aktuell liegt das Jahresbudget des GPZ bei rund 2 Millionen Euro.

Zum Zentrum gehören heute das Wohnheim an der Soestenstraße mit einer dazugehörigen Einzelwohnung im Nebengebäude, das Übergangswohnheim mit 30 Plätzen im ehemaligen Krankenhaus in Emstek – seit 2014, dafür wurde das Altgebäude in Cloppenburg abgerissen – drei Außenwohngruppen für drei bis fünf Personen im Stadtgebiet Cloppenburg, Tagesstruktur-Angebote bei den Wohnheimen und die Ambulante Wohnassistenz für rund 70 Patienten mit Büros in Cloppenburg und Friesoythe sowie zwei Tagesstätten in Friesoythe und in Cloppenburg im Haus Bethanien. Dort ist auch die Kontaktstelle für psychisch Kranke im Landkreis Cloppenburg ansässig, die inzwischen von einem Verein geführt wird. Eine weitere Wohngruppe für drei bis fünf Personen ist in Planung und soll Anfang 2019 in Emstekerfeld eröffnet werden. Der Bedarf steige stetig , betonten Rottinghaus und Birkemeyer. Immer mehr Menschen hielten dem Druck unserer Leistungsgesellschaft nicht mehr stand. Und die Betroffenen würden immer jünger. Hier sei die Landespolitik gefragt, zusätzliche Eingliederungshilfen für seelisch Kranke zu schaffen und zu fördern. Und Konzepte zu entwickeln, um Menschen zu unterstützen, bevor sie krank werden.


Artikel vom 06.07.2018

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