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Führungsebene der Feuerwehr Emstek wird vergrößert

Das alte Kommando mit den neugewählten Gruppenführern. Foto: Nico Hülskamp

 

Emstek. Am Samstag, den 09.02.2018, begrüßte Gemeindebrandmeister, Reinhard Vaske, die zahlreich erschienen Kameraden der Feuerwehr Emstek. Ebenfalls konnte er den Bürgermeister, Michael Fischer, den Sachbearbeiter „Feuerwehr“, Christian Klaas, und den stellvertretenden Kreisbrandmeister, Berthold Bäker.
In seiner Begrüßungsrede wagte Reinhard Vaske ein Ausblick in die Zukunft und die neuen kommenden Aufgaben für die freiwilligen Feuerwehren.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind immer deutlicher zu spüren. Nicht nur die anhaltende Trockenheit im vergangenen Sommer, sondern auch die immer häufiger werdenden Sturmgebiete, die immer wieder für starke Winde und starke Regen sorgen.

Auch das Thema Digitalisierung wurden von Vaske angesprochen. Die Menschen sind heute immer vernetzter und das stellt auch die Feuerwehren vor immer größere Aufgaben. Gerade bei Einsätzen mit großer Auswirkung sind schnell viele Menschen und auch Medienvertreter vor Ort. Sofort steht man als Einsatzkraft unter Beobachtung. Hinzu kommt, dass man immer öfter mit Gaffern konfrontiert wird, die unter anderem auch das Einsatzgeschehen stören. Nicht zuletzt kommt es in letzter Zeit immer häufiger zu Übergriffen auf Mitarbeiter des Rettungsdienstes oder auch der Feuerwehr. Trotz der steigenden Belastung wird das Ehrenamt eine immer wichtigere Aufgabe, die auch viel Zeit in Anspruch nimmt.

Als weitere Problematik spricht Gemeindebrandmeister Vaske die aktuellen Diskussionen zum Feuerkrebs und der damit verbundenen Einsatzhygiene an. Laut einer Studie kanadischer Forscher besteht für Feuerwehrkräfte ein erhöhtes Krebsrisiko aufgrund dieses Risikos werden die Vorschriften für die Hygiene an Einsatzstellen deutlich erhöht, was bedeutet, dass z.B. nach einem Brandeinsatz unmittelbar brandbetroffene Einsatzkleidung vor Ort abgelegt werden muss. Um weiterhin eine Einsatzbereitschaft des Kameraden sicherzustellen muss er also mit zwei Paaren Einsatzkleidung ausgestattet sein. Es entstehen also immense Kosten. Auch fraglich ist, ob das Feuerwehrhaus noch den aktuellen Bestimmungen entspricht, da es mittlerweile auch schon 25 Jahre alt ist.

Diese neuen Herausforderungen und auch schon die bestehenden Aufgaben haben das Kommando der Feuerwehr Emstek dazu bewegt, dass in der Führungsebene die Aufgaben breiter verteilt werden, sodass auf der diesjährigen Generalversammlung zwei neue Stellen als Gruppenführer und stellvertretender Gruppenführer zu Verfügung gestellt werden.

Als positive Nachricht gibt Vaske an, dass die Feuerwehr Emstek personell sehr gut aufgestellt ist. Im Jahr 2018 konnten sechs neue Kameraden gewonnen werden, sodass die Feuerwehr mit 67 aktiven Kameraden gut aufgestellt ist. Trotz der vielen Herausforderungen sei die Feuerwehr immer noch eine schlagkräftige Feuerwehr, was immer wieder bei den Einsätzen unter Beweis gestellt wird, so Vaske. Die Zukunft der Feuerwehr Emstek werde vor allem durch den aktuellen in der Erstellung befindlichen Feuerwehrbedarfsplan bestimmt. Man ist sich sicher, dass es bei der Feuerwehr zu vielen Neuerungen kommen wird und dafür viel Geld investiert werden muss.

Bürgermeister Fischer erwähnte in seinen Grußworten, dass 2018 ein sehr intensives aber dennoch erfolgreiches Jahr gewesen sei. Es gab eine neue Kostensatzung für die Feuerwehr, trotz einiger Vorbehalte wurde diese Satzung umgesetzt. Weiterhin erwähnte Bürgermeister Fischer, dass auch im Rathaus einige Veränderungen anstehen, sodass der aktuelle Sachbearbeiter Feuerwehr, Christian Klaas, zum 01.07.2019 seine Stelle abgeben wird. Für einen Nachfolger sei aber schon gesorgt. Außerdem sei auch der erste Entwurf des Feuerwehrbedarfsplanes bereits im April fertig.

Nach den Grußworten von Bürgermeister Michael Fischer und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Berthold Bäker wurde der Jahresbericht von Schriftführer Michael Abeln verlesen.

Die erste positive Nachricht lautete, dass Dank der neuen Kameraden, Pouria Naser Ranjbar, Carlo Duhme, Paul Vocke, Julian Schilmöller, Josef Tapken und Hermann Abeln die Anzahl der aktiven Feuerwehrkameraden auf 67 angewachsen ist.
Weiterhin wurde die Feuerwehr Emstek im Jahr 2018 zu weniger Einsätzen gerufen. Es kam zu 103 Einsätzen alarmiert, die sich in 46 Brandeinsätze (34 Kleinbrände, 8 Mittelbrände, 4 Großbrände), 38 Hilfeleistungseinsätze (24 Sturmeinsätze, 4 technische Hilfeleistungen, 3 Gefahrguteinsätze, 2 Öleinsätze, 1 Gasausströmung, 1 Türöffnung und 2 sonstige Hilfeleistungen). Weiterhin wurde die Feuerwehr Emstek zu 8 Verkehrsunfällen gerufen.

Im Anschluss an die Jahresberichte begann der diesjährige Wahlmarathon. Insgesamt gab es 29 Posten neu zu vergeben. In diesem Jahr standen insgesamt 4 Gruppenführerstellen zur Wahl. Als Gruppenführer wurden Tobias Themann und Simon Vorwerk gewählt. Den Posten als stellvertretender Gruppenführer übernimmt Sebastian Werner. Laut Reinhard Vaske wurde bewusst eine Stelle (stellv. Gruppenführer) nicht besetzt, um bei den jungen Kameraden den Anreiz zu schaffen in Zukunft Führungsaufgaben zu übernehmen.

Außerdem trat nach 17 Jahren als Pressewart Alfons Lücking aus diesem Amt zurück. Alfons Lücking ist seit 2002 als Gemeindepressewart bei der Feuerwehr Emstek tätig gewesen und war einer der ersten Pressewarte im Landkreis Cloppenburg. Den Posten als neuer Gemeindepressewart wird Nico Hülskamp übernehmen.

Als weiteren Höhepunkt der Versammlung konnten Gemeindebrandmeister Reinhard Vaske und Bürgermeister Michael Fischer auf Grund der Erfüllung der geforderten Dienstzeit und nach erfolgreicher Teilnahme an den vorgeschriebenen Lehrgängen folgende Feuerwehrleute befördern:
Feuerwehrmannanwärter: Pouria Naser Ranjbar, Carlo Duhme, Paul Vocke, Julian Schillmöller,
Feuerwehrmann: Dennis Nasou, Waldemar Stürmer, Felix Fischer
Feuerwehrfrau: Marie Wagner
Oberfeuerwehrmann: Tobias Zibert, Tobias Ellmann
Hauptfeuerwehrmann: Nico Hülskamp,
Hauptfeuerwehrfrau: Stefanie Siemer
Löschmeister: Simon Vorwerk


Artikel vom 15.02.2019

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