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Abstrakte Protein-Show und Stunts am Heli

Die Event-Leiter Dr. Franziska Zumbrägel, Willi Rolfes (v.l.) und Dr. Martin Feltes (r.) freuen sich, die Luftaufnahmen von Bernd Uhde (Mitte) in der neuen Ausstellung zeigen zu können. Foto: west

 

Bekanntes und Verborgenes aus verblüffenden Perspektiven (neu) entdeckt: Naturfotografie wird nie langweilig. Das bewiesen einmal mehr die Stapelfelder Fototage.

Von Gaby Westerkamp

Stapelfeld. Das in den Tropen gefürchtete Zika-Virus kommt wie ein filigranes Mandala in allen Regenbogenfarben daher. Reifende Blutplättchen schillern in abstrakten Strukturen neongrün, royalblau und violett, Proteine „blühen” in einem dreidimensionalen Kranz. Auch das ist fotografierte Natur – aber für das bloße Auge nicht sichtbar. Das schafft nur die Kryo- und Fluoreszenzmikroskopie, die in kaum fassbarer Extremvergrößerung zeigt, was die Welt im Innersten zusammenhält. Biochemikerin Dr. Franziska Zumbrägel nahm die rund 270 Gäste der Stapelfelder Fototage in ihrem Diavortrag mit in diese faszinierende Nische, in der sich Wissenschaft und Kunst begegnen.

Sie eröffnete damit das dreitägige Programm, in dem international renommierte Profis, Themen-Spezialisten und Newcomer einmal mehr bewiesen, dass die Natur als Motiv niemals aus-
erzählt ist. Vor allem, wenn man sie aus ungewohnten Winkeln betrachtet. So wie die Luftaufnahmen von Bernd Uhde, der aus dem Heißluftballonkorb oder angeschnallt am Hubschrauberfenster nur senkrecht mit der Kamera nach unten schaut. Und dabei über Agrarfeldern, Baumschulen oder Stadtdächern verblüffende Bilder findet. Eine Auswahl davon zeigt die begleitende Ausstellung, die schon zur Eröffnung am Freitag viele Raterunden vor den großformatigen Drucken versammelte. Dabei ist Uhde das Erkennen des Realen gar nicht wichtig, sondern viel mehr die freie individuelle Interpretation im Kopf der Betrachter. Und so tauchten in der Sandgrube von Baggern gezeichnete Gesichter auf und eine Kalkaus-waschung malte eine Blumenvase mit Frühlingszweigen mitten auf den Acker. Es lohnt sich, da mal selbst zu schauen: Die Ausstellung ist noch bis Ende April in der Akademie zu sehen.

Echte Evergreens der Naturfotografie sind die Bilder von Laurie Campbell, der eine Retrospektive aus 40 Jahren Fotoleidenschaft in seiner schottischen Heimat zeigte. Ob auf Diafilm oder digital fotografiert, ob Tiere und Pflanzen ganz nah dran oder Landschaften im Panorama: Ein Könner, damals wie heute. Noch nicht ganz so lang dabei, aber ebenso etabliert in der Szene ist Ingo Arndt, der für den National Geographic in Patagonien an der Südspitze Südamerikas sein „Puma-Land” entdeckte und dabei den Berglöwen so nah kam, wie wohl niemand vor ihm. Dass man Raubtiere nicht mal eben so im Vorbeigehen ablichten kann, sondern viel, viel Zeit einplanen, Wetter und Komfortfreiheit aushalten und Frustrationen wegstecken muss, um ein paar wenige gute Fotos zu schießen, das weiß auch Jürgen Borris. Er musste allerdings nicht ganz so weit reisen: Seine Wölfe sind seit 2010 auch im Wildpark gleich hinter seinem Haus in der Lüneburger Heide heimisch.

Als vielversprechendes Reiseziel für Naturfotografen empfahl Willi Rolfes des Bode-Tal im Ostharz – „am besten an einem nassen Herbsttag”. Denn neben der Dynamik des Flusses und der einzigartigen Landschaftsvielfalt in der tiefen Felsenschlucht beeindruckt dann auch der dichte Laubwald mit seinen leuchtenden Indian-Summer-Farben. Hier sollte man sich Zeit nehmen, ausgiebig mit Bewegung, Belichtungszeit und Reflexionen zu experimentieren, riet Rolfes, der zu verschiedensten seiner Motive auch technische und praktische Tipps gab.

In den Workshops, die alle Referenten ergänzend anboten, hatten die Foto-Fans Gelegenheit, je nach persönlichem Interesse noch einmal tiefer nachzuhaken.
Die 9. Stapelfelder Fototage sind vom 14. bis 16. Februar 2020 geplant.


Artikel vom 20.02.2019

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